Titelbild der LICHTGEDANKEN Ausgabe 10.

LICHTGEDANKEN 10

Das Forschungsmagazin
Titelbild der LICHTGEDANKEN Ausgabe 10.
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)

Schwerpunkt: »Die imaginierte Wirklichkeit«

Über das Erbe der Romantik in der modernen Welt

Gibt es einen Sinn im Leben? Und wenn ja, welchen? Sind wir als Individuen Teil eines großen Ganzen? Manche Fragen lassen sich auch mit den ausgeklügeltsten wissenschaftlichen Methoden nicht eindeutig beantworten. Das hält uns jedoch nicht davon ab, trotzdem nach Antworten zu suchen. Dabei lassen wir uns von unserer Vorstellungskraft leiten: Wir entwerfen Utopien, malen uns die Zukunft aus und stellen uns Welten und Dimensionen vor, die über die mess- und erfahrbaren hinausgehen. Diese Form der bewussten Sinnstiftung ist eine Erfindung der Romantik – nach der Aufklärung die zweite innovative Bewegung, die die Moderne auf den Weg gebracht hat. Forschende der Universität Jena gehen den Spuren dieser Epoche im Hier und Heute nach und das an genau dem Ort, an dem die Romantik in Deutschland ihren Anfang nahm.

Editorial

In der damaligen Leutragasse 5 fand im November 1799 das berühmte »Romantikertreffen« statt.
Die Wurzeln der Romantik in Deutschland liegen in Jena
Stefan Matuschek hinter Büsten von zentralen Protagonisten der Jenaer Frühromantik.
Interview mit dem Literaturwissenschaftler Stefan Matuschek
Oft beschworene Sehnsuchtslandschaft  der Romantik: der mystische Wald.
Drei Nachwuchsforschende und ihre Projekte zum »Modell Romantik«
Prof. Dr. Johannes Grave im Gemäldedepot der Kunstsammlung der Universität.
Auf den Spuren der Romantik in der bildenden Kunst Europas
Der Wanderer über dem Nebelmeer, gemalt um 1817 von Caspar David Friedrich
Ein romantisches Gemälde bietet Denkansätze zur Krisenbewältigung
Blick in ein Manuskript von Caspar David Friedrich.
Kunsthistoriker Johannes Grave untersucht Friedrichs Schriften
PD Dr. Sandra Kerschbaumer ist Forschungskoordinatorin des Graduiertenkollegs »Modell Romantik«.
Sandra Kerschbaumer über romantische Motive in der Politik
Natur, mitten in der Stadt: eine Elster, beobachtet im Paradiespark in Jena.
Eine Einladung, die urbane Umgebung mit anderen Augen zu sehen
Dr. Helmut Hühn in der Ernst-Abbe-Veranda von Schillers Gartenhaus in Jena.
Helmut Hühn über die Bedeutung romantischer Gedenk-Orte
Nachbau einer »trockenen Ladungssäule« von Johann Wilhelm Ritter (Sammlung Ernst-Haeckel-Haus).
Johann Wilhelm Ritter entdeckte in Jena die UV-Strahlung

Reportage

Restauratorin Gina Grond konserviert das Epitaph »Johann Arnold Friderici«.
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Ortolph Fomann der Jüngere starb 1640 und wurde in der Kollegienkirche im »Collegium Jenense« bestattet. Heute, fast 400 Jahre später, arbeitet ein interdisziplinäres Team daran, den Jenaer Professor der Geschichte, Poesie und Rechtswissenschaften virtuell wiederauferstehen zu lassen.

Weitere Themen

Dr. Laith Almazahreh untersucht den Mechanismus der elektrokatalytischen Wasserstoffbildung.
Internationales Forschungsteam beschreibt vollständigen Reaktionsweg zur elektrokatalytischen Wasserstoffbildung
Dichter und Wissenschaftler Dirk von Petersdorff im Garten des Frommannschen Anwesens.
Dirk von Petersdorff — Dichter und Wissenschaftler
Bernhard Bock inspiziert das konservierte Gehirn eines Primaten, bevor es in die Umzugskiste kommt.
Die Nasssammlung des Phyletischen Museums ist umgezogen
Blick auf das Display einer Kamera und einen Hörsaal beim 2. MINT-Festival an der Uni Jena.
Wozu brauchen wir Wissenschaftskommunikation?
Hinweis

Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht mit den Auffassungen des Herausgebers und der Redaktion übereinstimmen. Für den Inhalt sind die Unterzeichner verantwortlich. Zur besseren Lesbarkeit haben wir in den Artikeln teilweise nur die männliche Sprachform verwendet. Mit den gewählten Formulierungen sind jedoch alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen.

 

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