Neue Projekte

Kooperationen und Förderungen
Prof. Dr. Uwe Cantner Prof. Dr. Uwe Cantner Foto: Anne Günther (Universität Jena)

The winner takes it all?

Neue Forschungsgruppe untersucht Wettbewerb im Hochschulsystem

Hochschulen und Universitäten stehen in zunehmendem Wettbewerb: um Studierende, Personal und Forschungs­gelder. Wie dieser Wettbewerb zwischen öffentlichen Hoch­schulen funktioniert und welche Rolle die verschiedenen Akteure dabei spielen, untersucht Innovationsforscher Prof. Dr. Uwe Cantner (Foto). Er ist Mitglied der neuen For­schungsgruppe »Multipler Wettbewerb im Hochschulsys­tem: Akteurskonstitution, Handlungskoordination und Folgewirkungen«, die am International Centre for Higher Education Rese­arch Kassel angesiedelt ist. Zusammen mit Prof. Dr. Thomas Grebel von der TU Ilmenau untersucht Cant­ner »(Autonome) Hoch­schulen im dynamischen Wettbewerb«. Die Deut­sche Forschungsgemein­schaft fördert das Projekt für drei Jahre mit 520 000 Euro. [viv/AB]

 

Dr. Simon Runkel Dr. Simon Runkel Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Zwischen Freiheit und Sicherheit

Europäische Forschungsgruppe untersucht, wie Terrorgefahr die Stadt-Atmosphäre prägt

Wie erleben die Menschen in Europa die Bedrohung durch Terrorismus? Wie verändern Anti-Terrormaßnahmen ihre Stimmungen und welche Auswirkungen hat das auf das gesellschaftliche Zusammenleben? Mit diesen Fragen be­schäftigt sich das Forschungsprojekt »Atmospheres of (Counter)Terror in European Cities«. Neben dem Team um den Jenaer Sozialgeographen Prof. Dr. Simon Runkel sind die Universitäten Birming­ham, Plymouth und Cer­gy-Pontoise sowie das L'In­stitut Paris Region beteiligt. Die Deutsche Forschungsge­meinschaft sowie britische und französische Organisa­tionen fördern das Vorhaben in den kommenden drei Jah­ren mit rund 1,2 Millionen Euro, wovon 290 000 Euro nach Jena fließen. Runkel (Foto) wird untersuchen, wie Politik und Stadtpla­nung mit Menschenmengen (Crowds) umgehen. [ch]

 

Prof. Dr. Johannes Grave Prof. Dr. Johannes Grave Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Kunst um 1800

Kunsthistoriker unter­sucht Darstellungen des Erhabenen

Vergleiche gehören zum all­täglichen Handwerkszeug des Menschen, um sich in der Welt zu orientieren. Zu­weilen stoßen wir jedoch an die Grenze des Vergleich­baren. Eine solche Grenze möchte Prof. Dr. Johannes Grave (Foto) ausloten. Im Rahmen des Forschungsprojektes »Bild-Vergleiche. Prak­tiken der Unvergleichbarkeit und die Theorie des Erha­benen« will der Jenaer Kunsthistoriker Bilder analysie­ren, um herauszufinden, wie das Erhabene in der Kunst um 1800 dargestellt wurde. Ausgangspunkt ist Kants Verständnis des Erhabenen als etwas, das sich aufgrund seiner unermesslichen Größe dem Vergleich entzieht. Das Projekt gehört zum Sonderforschungsbereich 1288 »Prak­tiken des Vergleichens. Die Welt ordnen und verändern« der Universität Bielefeld. Die Deutsche Forschungsge­meinschaft fördert das auf vier Jahre angelegte Vorhaben mit einer Gesamtsumme von gut 300 000 Euro. [sl] 

 

Prof. Dr. Jürgen Bolten Prof. Dr. Jürgen Bolten Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Virtuelle Spiele

Projekt zur Förderung interkultureller Kommunikation

Um digitale und interkul­turelle Erfahrungen und Kompetenzen zu vermit­teln, lässt der Jenaer Kom­munikationsexperte Prof. Dr. Jürgen Bolten (Foto) re­gelmäßig Studierende und Lehrende aus aller Welt in virtuellen Klassenräumen bei Planspielen miteinander verhandeln. Im Rahmen eines neuen Projekts wollen Bolten und sein Team das Konzept der digitalen Kooperation jetzt ausbauen. Das Projekt läuft im Förderprogramm »International Virtual Academic Collaboration« des Deutschen Akademischen Austausch­dienstes und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 130 000 Euro gefördert. Ziel ist es, den während der Corona-Pandemie in den Hochschulen eingeleiteten Digitalisierungsschub in der internationalen Hochschulkooperation zu verankern. Das Jenaer Team ar­beitet im Projekt mit Hochschulen in Polen, China, Finn­land, Rumänien, Frankreich und Kanada zusammen. [US]

 

Prof. Dr. Christoph Demmerling Prof. Dr. Christoph Demmerling Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Philosophie des 20. Jahrhunderts

DFG-Projekt untersucht Schnittmengen philosophischer Strömungen

In welchem Verhältnis stehen Kritische Theorie, Philosophi­sche Anthropologie und Logischer Empirismus zueinander? Diesen drei maßgeblichen philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts widmen sich die Jenaer Philosophen Prof. Dr. Christoph Demmerling (Foto), Max Beck und Ni­cholas Coomann in den nächsten drei Jahren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ihr gemeinsames Projekt »Nachmetaphysisches Philosophieren« mit rund 350 000 Euro. Im Fokus stehen die Hauptakteure der jeweiligen Denkrich­tung: Max Horkheimer und Theodor W. Adorno für die Kritische Theorie, Max Scheler, Arnold Geh­len und Helmuth Plessner als Vertreter der Philoso­phischen Anthropologie sowie Rudolf Carnap und Hans Reichenbach als Pro­tagonisten des Logischen Empirismus. [sl]

 

Dr. Luisa Conti Dr. Luisa Conti Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Interkulturalität bei Twitter

Bereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation startet neues Projekt

Ist die virtuelle Realität von der realen Welt noch trenn­bar? Und wenn nicht, wie kann es gelingen, diese Komple­xität zu erforschen? Das untersucht der von der Universität Jena koordinierte Forschungsverbund »Researching Digi­tal Interculturality Co-operatively«. Dr. Luisa Conti (Foto) und PD Dr. Fergal Lenehan bearbeiten das Jenaer Teilpro­jekt »Cosmopolitanism, Nationalism and Intercultural Competence in Online Con­texts«, das vom Bundesmi­nisterium für Bildung und Forschung mit 1,1 Mio. Euro gefördert wird und die in­terkulturelle Kommunika­tion auf der Plattform Twit­ter auf europäischer Ebene untersucht. Weitere Partner sind an den Unis Mainz und Potsdam sowie Hochschu­len in Irland, Brasilien und Israel angesiedelt und hin­terfragen die Interkulturali­tät in einer digital geprägten Gesellschaft. [viv/AB]

 

Dr. Kamil Ustaszewski Dr. Kamil Ustaszewski Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Paläoerdbeben

Projekt zu tektonischen Aktivitäten der Erdgeschichte

Das Grenzgebiet zwischen Südtirol, Osttirol, Kärn­ten und Slowenien ist für Geologinnen und Geolo­gen besonders spannend: Dort befindet sich das sogenannte östliche Peri­adriatische Verwerfungs­system, das zu den tekto­nisch wichtigsten Regionen der Alpen zählt. Ein Team des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik in Hannover und des Instituts für Geowissenschaften der Universität Jena untersucht historische Erdbeben in diesem Gebiet. Das Projekt, an dem der Jenaer Geowissenschaftler Prof. Dr. Kamil Ustaszewski (Foto) beteiligt ist, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt 187 000 Euro gefördert. Das Team setzt neue Datierungsmethoden ein, mit denen erstmals auch Erdbeben des Quartärs, des jüngsten geologischen Zeitraums der Erdgeschichte von vor 2,4 Millionen Jahren bis heute, erfasst werden kön­nen. [LIAG/GC/AB]

 

Prof. Dr. Axel Brakhage Prof. Dr. Axel Brakhage Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Covid19-Therapie

Forschungsnetzwerk InfectControl bündelt Expertisen gegen Corona

Forschende des Leibniz-In­stituts für Naturstoff-For­schung und Infektionsbio­logie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI), der Uni­versität Jena, der Universität Würzburg sowie des Leib­niz-Instituts für Experimen­telle Virologie in Hamburg vereinen ihre Expertisen, um gemeinsam etwas gegen die COVID-19-Pandemie zu bewirken. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Konsortiums InfectControl, unter Leitung von Prof. Dr. Axel Brakhage (Foto), mit rund 2,3 Millionen Euro gefördert. Die Forschenden wollen einen neuartigen Therapieansatz entwickeln, bei dem das SARS-CoV-2-Vi­rus zielgerichtet vom Immunsystem des Patienten elimi­niert wird. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse kön­nen außerdem dazu beitragen, bei möglichen zukünftigen Infektionsausbrüchen mit anderen Erregern rasch neue Therapeutika entwickeln zu können. [InfectControl/MK]

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