Neue Projekte

Kooperationen und Förderungen
Prof. Dr. Maik Wolters, Lehrstuhlinhaber für Makroökonomik der Universität Jena, ist Sprecher des neuen Kollegs. Prof. Dr. Maik Wolters, Lehrstuhlinhaber für Makroökonomik der Universität Jena, ist Sprecher des neuen Kollegs. Foto: Jürgen Scheere (Universität Jena)

Digitaler Wandel

Land Thüringen fördert inter­disziplinäres Graduiertenkolleg

Von der Digitalisierung bleibt kein Lebensbereich unberührt. In einem neuen Graduiertenprogramm nehmen Doktorandinnen und Doktoranden den Einfluss der Digitalisierung auf ökonomische Prozesse unter die Lupe. Sie wollen untersuchen, wie die Digitalisierung verschiedene Wirtschaftsakteure und Institutionen beeinflusst und welche Konsequenzen sich daraus für sie ergeben. Das Land Thüringen unterstützt die Graduiertenschule in den kommenden drei Jahren mit 1,35 Millionen Euro. »Ein wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist die Generierung großer Datenmengen. Wir wollen neue statistische Methoden an sozialwissenschaftliche Forschungsfragen anpassen, um diese Daten nutzen zu können«, nennt Prof. Dr. Maik Wolters, der Sprecher des Kollegs, ein Forschungsziel. [sh]

 

 

 

Der Neuroimmunologe Prof. Dr. Christian Geis ist Sprecher der neuen DFG-Forschungsgruppe SYNABS, die Autoimmun-Gehirnentzündungen untersucht. Der Neuroimmunologe Prof. Dr. Christian Geis ist Sprecher der neuen DFG-Forschungsgruppe SYNABS, die Autoimmun-Gehirnentzündungen untersucht. Foto: Michael Szabo

Synapsen unter Beschuss

DFG-Forschungsgruppe untersucht Autoimmun-Gehirnentzündungen

In der neuen Forschungsgruppe »SYNABS« erforschen Neurologen, Physiologen, Neuroimmunologen und Mikroskopieexperten die Krankheitsmechanismen von autoimmun-bedingten Gehirnentzündungen, um neue Therapien zu finden. Die Gruppe mit Partnern in Deutschland, Österreich und Spanien wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten drei Jahren mit 3,9 Millionen Euro gefördert. Sprecher der Gruppe ist der Neuroimmunologe Prof. Dr. Christian Geis vom Universitätsklinikum Jena. Bei autoimmun-bedingten Gehirnentzündungen werden Antikörper gegen Rezeptoren im zentralen Nervensystem produziert, die die Signalübertragung an den Synapsen stören. Die Folgen sind Verwirrtheit, Psychosen, epileptische Anfälle oder Bewusstseinsstörungen. [vdG]

 

 

 

Prof. Dr. Silke Übelmesser, Professorin für Finanzwissenschaft der Universität Jena, arbeitet in dem neuen Projekt mit einer Kollegin aus Mannheim zusammen. Prof. Dr. Silke Übelmesser, Professorin für Finanzwissenschaft der Universität Jena, arbeitet in dem neuen Projekt mit einer Kollegin aus Mannheim zusammen. Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Altersvorsorge

Wirtschaftsexperten analysieren Haltung zur Rente

Die Rente ist nicht sicher. Doch wie weit ist diese Erkenntnis in der Bevölkerung verbreitet? Diese Frage stellt ein Forschungsprojekt, das die Jenaer Finanzwissenschaftlerin Prof. Dr. Silke Übelmesser mit einer Kollegin der Universität Mannheim bearbeitet. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in den nächsten drei Jahren mit rund 290.000 Euro gefördert, durch einen Eigenanteil beträgt das Gesamtvolumen rund 390.000 Euro. Die Experten wollen herausfinden, ob das System der Altersvorsorge überhaupt verstanden wird und ob bei besserem Verständnis die Akzeptanz für Reformen und die Bereitschaft für mehr Eigeninitiative steigen. Sie fragen u. a. danach, welche Haltungen zur Altersvorsorge vorliegen und ob sich diese in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Daraus sollen Empfehlungen für die Bildungs- und Sozialpolitik entwickelt werden. [PM]

 

 

 

Synthesereaktor in einem Labor am Zentrum für Energie und Umweltchemie (CEEC) in Jena. Synthesereaktor in einem Labor am Zentrum für Energie und Umweltchemie (CEEC) in Jena. Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Energiespeicher

EU-Ausbildungs­programm zur Batterieforschung gestartet

Die Europäische Union (EU) fördert ein von der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordiniertes »International Training Network«. Ziel des mit fast vier Millionen Euro geförderten Programms mit dem Titel »POLYSTORAGE« ist es, insgesamt 16 Doktorandinnen und Doktoranden für Führungsrollen sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft auf dem Gebiet fortschrittlicher Energiespeicher zu qualifizieren. »In diesem sehr umfassenden Ausbildungsprogramm gehen Grundlagenforschung und angewandte Wissenschaft Hand in Hand«, sagt Prof. Dr. Ulrich S. Schubert, der das Programm koordiniert. Das Programm beinhaltet Workshops, Kolloquien und eine Abschlusskonferenz. Insgesamt sind an »POLYSTORAGE" zwölf begünstigte Einrichtungen sowie dreizehn Partnerinstitutionen aus Forschung und Industrie beteiligt. [MK]

 

 

 

Jena-Experiment in der Saaleaue. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Biodiversitätsexperiment werden seit 2002 auf rund 10 Hektar Fläche künstlich zusammengestellte Graslandschaftgesellschaften untersucht. Jena-Experiment in der Saaleaue. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Biodiversitätsexperiment werden seit 2002 auf rund 10 Hektar Fläche künstlich zusammengestellte Graslandschaftgesellschaften untersucht. Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Jena-Experiment

DFG-Forschungsgruppe untersucht Ökosystem­funktionen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschungsgruppe zum »Jena-Experiment« mit fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, welche Mechanismen den Zusammenhang von Biodiversität und Ökosystemfunktionen beeinflussen. Die Gruppe ist am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) angesiedelt, sowie den Universitäten Leipzig und Jena. Das rund zehn Hektar große Areal des »Jena-Experiments« in der Saale-Aue beherbergt ca. 500 Versuchs­parzellen mit verschiedenen Kombinationen von Wiesenpflanzen. In diesem einzigartigen Freiland-Labor können Langzeitdaten gesammelt und so grundlegende Fragen zur Rolle der Artenvielfalt und zu Ökosystemfunktionen beantwortet werden. [PM]

 

 

 

Kirchenhistoriker Prof. Dr. Christopher Spehr und sein Team erforschen die Diskriminierung von Christen in der DDR. Kirchenhistoriker Prof. Dr. Christopher Spehr und sein Team erforschen die Diskriminierung von Christen in der DDR. Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Christen in der DDR

Kirchenhistoriker erforschen Diskriminierung von Christen in der DDR

Wehrkundeunterricht und paramilitärische Wettkämpfe - schon von Kindesbeinen an kamen die Bürgerinnen und Bürger der DDR mit der staatlichen Wehrpolitik in Kontakt. Wer sich widersetzte lief Gefahr, Diskriminierung auf rechtlicher oder sozialer, berufs- und bildungsbiographischer Ebene zu erleiden. Insbesondere Christen, die den Dienst an der Waffe verweigerten, haben solche Erfahrungen machen müssen. Ihrem Schicksal gehen Jenaer Kirchenhistoriker nun in einem neuen Projekt nach. Dafür erhält das Team um Prof. Dr. Christopher Spehr rund 600.000 Euro Fördermittel vom Land Thüringen. Die Ergebnisse sollen in einem interaktiven Web-Atlas öffentlich zugängig gemacht werden. Neben Archivmaterial werden auch Interviews mit Zeitzeugen als Quellen herangezogen. [KB]

 

 

 

Dr. André Karliczek (l.) und Dr. Andreas Christoph arbeiten mit einem 3D-Scanner um Sammlungsobjekte digital zu erfassen. Dr. André Karliczek (l.) und Dr. Andreas Christoph arbeiten mit einem 3D-Scanner um Sammlungsobjekte digital zu erfassen. Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Kulturgut in 3D

EU fördert digitales Kultur- und Sammlungsmanagement

Moderne Digitalisierungstechnik macht es möglich, authentische dreidimensionale Abbilder historischer Artefakte zu schaffen und diese so für die Nachwelt zu erhalten. Zudem können Kulturgüter durch die digitale Inwertsetzung aus dem Schatten verschlossener Magazine geholt und öffentlich zugänglich gemacht werden. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek beschäftigt sich seit 2017 ein Team um Dr. Andreas Christoph mit dieser Herausforderung. Sein Projekt »cultur3D« wird jetzt erneut von der Thüringer Staatskanzlei und der Europäischen Union gefördert. Bis Ende 2020 fließen weitere rund 1,3 Millionen Euro in das Projekt. Ziel ist es, Workflows optimaler Digitalisierungsprozesse zu entwickeln, die auch von anderen Einrichtungen genutzt werden können. [sh]

 

 

 

Zwei Ärztinnen begutachten einen CT-Scan. Zwei Ärztinnen begutachten einen CT-Scan. Foto: simonkr

Medizintechnik

Kooperationsprojekt lässt Maschinen
besser lernen

Die Universitäten Ilmenau und Jena haben ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet, in dem die Sicherheit und Genauigkeit medizintechnischer Messgeräte erhöht werden soll. Dafür entwickeln sie innovative Methoden zum Einbau von »Intelligenz« in medizintechnische Geräte, wie Mikroskope, Tomographen oder Ultraschallgeräte.
Ziele des Projekts sind unter anderem intelligente Vorschlags- und Entscheidungssysteme, die die Bedienung der Medizintechnik und die Auswertung der Mess­ergebnisse unterstützen und überwachen. So sollen Bedienungsfehler vermieden und die korrekte Analyse der Messdaten sichergestellt und vereinfacht werden. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesland Thüringen mit 1,35 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert. Aus Jena beteiligt ist das Team um den Informatiker Prof. Dr. Joachim Denzler. [PM]

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