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Aktuelles aus dem Uni-Alltag
Gesicht mit Farbe. Symbolbild Jenaer Erklärung. Menschenrassen gibt es nicht. Gesicht mit Farbe. Symbolbild Jenaer Erklärung. Menschenrassen gibt es nicht. Foto: Fotolia

Menschenrassen gibt es nicht

Die Deutsche Zoologische Gesellschaft hat anlässlich ihrer Jahrestagung im September 2019 an der Friedrich-Schiller-Universität die »Jenaer Erklärung« veröffentlicht, die den Begriff »Rasse« als rassistisches Konstrukt aufdeckt. Die Verfasser riefen dazu auf, den Ausdruck nicht länger zu verwenden und sich gegen rassistische Diskriminierung einzusetzen. Der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Vorstand der Deutschen Zoologischen Gesellschaft unterstützen die »Jenaer Erklärung«.

Darin heißt es unter anderem: Die Einteilung der Menschheit in »Rassen« habe zur Verfolgung, Versklavung und Ermordung von Abermillionen Menschen geführt. Auch heute noch wird der Begriff »Rasse« im Zusammenhang mit menschlichen Gruppen vielfach verwendet. »Es gibt hierfür aber keine biologische Begründung und tatsächlich hat es diese auch nie gegeben«, stellen die Verfasser fest. Und weiter: »Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung.«

Die »Jenaer Erklärung« sowie weitere Informationen dazu sind im Internet nachzulesen: www.uni-jena.de/190910_JenaerErklaerung. [KB]

 

Visualisierung CeTraMed Visualisierung CeTraMed Foto: QUELLE ANGEBEN

Grundstein für »CeTraMed« gelegt

Am 17. September 2019 fiel der Startschuss für den Bau des Zentrums für Translationale Medizin (CeTraMed) am Universitätsklinikum Jena. 14 Arbeitsgruppen werden dort altersassoziierte Erkrankungen erforschen. Das Forschungsgebäude kostet rund 28,3 Millionen Euro. Die Hälfte fördert der Bund. Zusätzliche 9,5 Millionen Euro kommen vom Land Thüringen. Zudem beteiligt sich das Universitätsklinikum. 2022 soll der Neubau in Betrieb genommen werden. [AL]

 

Prof. John Goodenough Prof. John Goodenough Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Chemie-Nobelpreisträger aus Jena

Mit dem US-Amerikaner John Bannister Goodenough ist 2019 ein akademisches Mitglied der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Der 97-Jährige hat die Auszeichnung gemeinsam mit dem Briten Stanley Whittingham und dem Japaner Akira Yoshino für seinen Beitrag zur Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien erhalten. Die Arbeiten der drei Forscher hätten unsere Welt außerordentlich beeinflusst und verändert, so das Nobelkomitee in seiner Würdigung. So hätten Lithium-Ionen-Akkus die Evolution von stationären hin zu tragbaren elektronischen Geräten ermöglicht und die Transformation der Mobilität von fossilen Treibstoffen zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vorangebracht.

Für eben jene bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten ist Goodenough 2018 die Ehrendoktorwürde der Universität Jena verliehen worden. Das Foto rechts zeigt den Nobelpreisträger bei seinem Besuch 2018 anlässlich der Ehrenpromotion in Jena. In der Hand hält er einen Auszug aus dem Geburtenregister von 1922: Goodenough erblickte in Jena das Licht der Welt. [sl]

Neubau für innovative Energiespeicher

Das Zentrum für Energie und Umweltchemie Jena (CEEC Jena) der Friedrich-Schiller-Universität erhält mit einem Forschungsneubau rund 4 000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. Im »CEEC Jena II« werden nicht nur Spezialuntersuchungen an neuartigen Energiespeichermaterialien möglich, die an der Jenaer Universität entwickelt werden - im zugehörigen Anwendungszentrum sollen die Forschungsergebnisse direkt zur Industriereife gebracht werden.

Insgesamt vier Stockwerke mit Laboren und Büros, Speziallaboren und einem Technikum sind für den Neubau vorgesehen, der vom Architekturbüro HDR GmbH gestaltet wurde und bis 2022 abgeschlossen sein soll.

Am CEEC Jena werden innovative Konzepte für neue Batterien, gedruckte Solarzellen und integrierte Fassaden zur Energiewandlung entwickelt. »Unser Ziel ist es unter anderem, sichere und nachhaltige Batterien zu entwickeln, die etwa ohne Vanadium, Kobalt oder Seltene Erden auskommen«, erklärt CEEC-Direktor Prof. Dr. Ulrich S. Schubert. [MK]

 

An der Universität Jena werden am 14.10.2019 erste Pläne für die Kommunikationszentren "Focus" auf dem Beutenberg und "Forum" neben dem Universitätsgebäude vorgestellt. An der Universität Jena werden am 14.10.2019 erste Pläne für die Kommunikationszentren "Focus" auf dem Beutenberg und "Forum" neben dem Universitätsgebäude vorgestellt. Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Zwei neue Kommunikationszentren

Kommunikation und Begegnung sind wesentliche Bestandteile von Wissenschaft. Um dies in Jena noch besser umzusetzen, werden zwei Kommunikationszentren entstehen: das FORUM in der Innenstadt neben dem Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität (im Bild oben schwarz eingefärbt) und der FOCUS auf dem Beutenberg-Campus. Möglich werden die Neubauten durch eine Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung in Höhe von 18,4 Millionen Euro.

JenaVersum zieht ins FORUM

»Jena ist zu einem international sichtbaren Anziehungspunkt für die Spitzenforschung und für junge Talente aus aller Welt geworden. Neben exzellenten Forschungs- und Hochtechnologieneubauten benötigen wir offene und zentral gelegene Räume des interdisziplinären Dialogs, der interkulturellen Begegnung und der sichtbaren Willkommenskultur«, unterstreicht Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Rosenthal.

In den beiden Gebäuden entstehen u. a. Tagungsräume, Wohnräume für Gastwissenschaftler sowie gastronomische Einrichtungen. Das neu zu gründende JenaVersum, ein kooperatives Netzwerk zwischen der Universität und ihren Partnern, wird seinen Sitz im FORUM haben. [AB]

 

Weniger Tierversuche

Die Fehlerdatenbank für Tierversuche des Universitätsklinikums Jena hat im Oktober 2019 den Thüringer Tierschutz-Preis erhalten. Das ausgezeichnete Projekt CIRS-LAS (»Critical Incident Reporting System - Laboratory Animal Science«) ist ein einrichtungsübergreifendes, europaweites anonymisiertes Meldesystem von Risikoereignissen in der Versuchstierkunde. Ziel ist es, aus Fehlern anderer zu lernen, um diese nicht zu wiederholen. Das hilft, die Zahl der Tierversuche in der Forschung zu minimieren, die Studien- und Behandlungssicherheit zu verbessern und nicht zielführende Studien zu vermeiden. [vdG]

 

Leibniz-Institut für Photonische Technologien Leibniz-Institut für Photonische Technologien Foto: Sven Döring/Agentur Focus

Bund investiert in Leibniz-Forschungszentrum

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Gründung eines Leibniz-Forschungszentrums in Jena mit rund 150 Millionen Euro. Technologieentwickler, Mediziner und Medizintechnikhersteller bringen künftig im Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) lichtbasierte Technologien für eine bessere Diagnostik und Therapie von Infektionen von der Idee bis zur Anwendung am Patienten.

Infektionskrankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Photonische Diagnoseverfahren sind für den Kampf gegen Infektionen besonders geeignet, da sie schnell und empfindlich messen können. So können Patienten frühzeitiger und gezielter behandelt werden. [LME]

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